
Bau-Know-how für Vorarlbergs Bahninfrastruktur
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Wilhelm+Mayer Bau GmbH
Dr.-Alfons-Heinzle-Straße 38
6840 Götzis
ARGE Neubau ÖBB-Haltestelle, Klaus
Ende September 2026 wurde die Gesamtfertigstellung der rundumerneuerten Haltestelle Klaus in Vorarlberg feierlich begangen. Als regionaler Projektpartner verantwortete Wilhelm+Mayer die Errichtung einer barrierefreien Personen- und Radwegunterführung.
Keine alltägliche Aufgabe für das Ingenieurbau-Team rund um Bauleiter Mathias Rieder. In der Hauptprojektphase waren rund 25 Personen, darunter auch Eisenbinder und Schlosser, im Einsatz. Davon entfielen rund 17 Mitarbeiter auf Wilhelm+Mayer. Insgesamt wurden rund 14.000 Arbeitsstunden geleistet – eine beachtliche Teamleistung.
Dabei sorgten die Partien von Polier Bernd Jenny, Christian Marte, Oliver Bischof und Christoph Amann für einen reibungslosen Ablauf der Baumeisterarbeiten inklusive Erdarbeiten, Baugrubensicherungen und Tiefenfundierungen.
Termingerechte Umsetzung während laufendem Bahnbetrieb
Eine besondere Herausforderung war die Logistik, da sämtliche Arbeiten im Bereich bzw. unterhalb der Bahnanlage bei laufendem Bahnbetrieb durchgeführt werden mussten. Ebenfalls anspruchsvoll: Der Terminplan mit der vorgegebenen Fertigstellung der einzelnen Bauabschnitte.
Ein Beispiel: Der Gleiskran musste 1 Jahr im Voraus genau auf den Tag X und die Uhrzeit Y bestellt werden. Das Team arbeitete intensiv daraufhin, damit die für den Einsatz notwendigen Bauabschnitte rechtzeitig fertig wurden. Der Fortschritt wurde seitens der Bauleitung regelmäßig evaluiert und gegebenenfalls Maßnahmen gesetzt.
Dies ist nur ein Beispiel für die Gesamtkomplexität der Baustelle. Die Arbeiten fanden unter umfassenden Sicherheitsauflagen im Bereich der Gleise und Stromleitungen statt. Dabei wurden die Gleistragwerke unterhalb der Behelfsbrücke konstruiert. Die Bauteile waren und sind schweren Belastungen ausgesetzt. Allein der Gleiskran wiegt über 200 Tonnen.
Dazu Bauleiter Mathias Rieder: „Dank sorgfältiger Vorbereitung, präziser Terminplanung und einer klaren Aufgabenverteilung im Team konnten wir alle Arbeiten erfolgreich und sicher umsetzen.“
Betonierarbeiten bei Tag und Nacht
Auch die Einbringung des Betons ging einher mit hohen Qualitätsansprüchen an Technik, Material und Team. Bereits im Vorhinein musste ein Betonier-Konzept ausgearbeitet und mit dem AG abgestimmt werden, da es sich ausschließlich um wasserundurchlässige Bauwerke welche teilweise auch Sichtbeton sind, handelt. Die Einhaltung des Konzeptes wurde von der Bauaufsicht strikt überwacht und die Qualität des Betons wurde von einem externen Prüflabor überprüft.
Aufgrund der Notwendigkeit von Gleissperren sowie von Stromabschaltungen der Oberleitung, mussten einige Baugrubensicherungen und Betonier-Abschnitte in Nachtschichten ausgeführt werden. Da die Zeitfenster der Gleissperren nur 3-4 Stunden betrugen, wurde mit erhöhtem Personal- und Maschineneinsatz gearbeitet.
Neue Wege - Klimaschutz
Aufgrund der Anforderung der ÖBB zur Reduktion des CO₂-Fußabdruck ihrer Bauwerke, wurde durch die Beimengung von technischem Kohlenstoff in den Beton für untergeordnete Bauteile Zement eingespart und CO₂ in den Bauwerken gebunden.
Safety first
Bei allen Arbeitsschritten hieß es: Sicherheit geht vor. Absolut notwendig, wenn man sich vorstellt, dass alle 10 bis 20 Minuten ein Zug die Baustelle passierte. Zudem weist die Oberleitung eine Stromspannung von 15.000 Volt auf. Dies ist 65-mal mehr als in einer herkömmlichen Steckdose. Daher galt für die Arbeit mit Maschinen grundsätzlich eine Hub- und Senkbegrenzung.
Zusammenfassend zeigt dieses Projekt, wie erfahrene Bauunternehmen aus der Region einen wichtigen Beitrag zur zukunftsfähigen Mobilität in Vorarlberg leisten.
FAKTEN:
Fotos © ÖBB / Wilhelm+Mayer













